Schönberger Freundeskreis Sieraków e.V.
SchönbergerFreundeskreis Sieraków e.V.

Sieraków: Land & Leute

Krzysztof Opaliński 

Krzysztof Opaliński (Quelle: Wikipedia)

Krzysztof Opaliński (* 21. Januar 1611 in Sieraków; † 6. Dezember 1655 in Włoszakowice, Polen) war ein polnischer Landadliger, Beamter im Staatsdienst, Politiker und Dichter. Als Sohn des Piotr Opaliński (1586–1624) entstammte er dem Adelsgeschlecht der Opalińskis. Seine Mutter war Zofia Opalińska, geborene Kostka.

 

Opaliński studierte zusammen mit seinem Bruder Łukasz (1612–1666) von 1620 bis 1625 an der Lubrański-Akademie in Posen und später von 1626 bis 1630 in Löwen, Orléans und Padua. Nachdem er nach Polen als Starost von Śrem zurückkehrte, wurde er in der politischen Landschaft des Staates aktiv. Er beteiligte sich 1632 an der Wahl des Königs Władysław IV. Wasa und wurde dabei zum Sejm-Abgeordneten gewählt. 1637, nach dem Tod seines Onkels Jan Opaliński (1581–1637), wurde er Wojewode von Posen. Er stand in Gegnerschaft zu den meisten der militärischen Planungen Władysław IV. Wasas (unter anderem die Vergrößerung seiner Armee zum „Kreuzzug“ gegen das Osmanische Reich), unterstützte allerdings dessen Idee für die Einrichtung von Zöllen für den Seehandel. Im Jahr 1645 leitete er eine Gesandtschaft nach Paris, um dort die Heirat von Luisa Maria Gonzaga mit Władysław zu vermitteln und diese im Anschluss nach Polen zu begleiten.

 

1647 erwarb er von seinem Bruder Łukasz Sieraków und zog dorthin um. 1650 eröffnete er hier, unter Rückgriff auf das didaktische Material Johann Amos Comenius’, die erste neuzeitliche Schule Polens. Als Katholik unterstützte er religiöse Toleranz und war ein Gegner der Jesuiten. Er trat als Mäzen zahlreicher Schriftsteller und Wissenschaftler auf und war als bibliophil bekannt. Zu seinen politischen Rivalen in Großpolen gehörte der Starost Bogusław Leszczyński (1612–1659), mit dem er um das Amt eines Wojewoden von Posen konkurrierte.

 

Als Johann II. Kasimir 1648 zum neuen König Polens gewählt wurde, trat Krzysztof Opaliński der Opposition gegen diesen bei. Der König hatte nur wenige Unterstützer und Freunde in den Reihen der polnischen Szlachta, da er offen mit Österreich sympathisierte und der polnischen Kultur gegenüber ignorant und verachtend gegenübertrat. Daher hielten viele Adlige des Staates Johann II. Kasimir entweder für einen schwachen oder die Jesuiten unterstützenden König („Jesuitenkönig“) oder hatten andere Gründe dafür, ihn abzulehnen und stattdessen den Protestanten Karl X. Gustav von Schweden alsbald zu unterstützen, Ansprüche auf den polnischen Thron geltend zu machen. Während der folgenden schwedischen Invasion entschieden sich die mit der Verteidigung Großpolens betrauten Krzysztof Opaliński und Bogusław Leszczyński dazu, sich, aufgrund ihrer Unzufriedenheit mit Johann II. Kasimir, Karl Gustav gemeinsam mit ihrem Adelsaufgebot (pospolite ruszenie) am 25. Juli 1655 bei Ujście kampflos zu ergeben. Viele andere Wojewoden folgten daraufhin ihrem Beispiel, insbesondere Janusz Radziwiłł im Großfürstentum Litauen, obgleich Krzysztofs Bruder Łukasz Opaliński dem polnischen König loyal blieb. Große Teile des Landes wurden daraufhin von den Schweden eingenommen – bis zur Belagerung von Jasna Góra und der Konföderation von Tyszowce, welche den Krieg gegen die Schweden zu einem Wendepunkt brachten.

 

Krzysztof Opaliński wurde neben seinem Vater in den Katakomben der Kirche von Sieraków bestattet.

 

Opaliński war der Autor eines populären Werkes, welches im 17. Jahrhundert oft wiederaufgelegt wurde und den Namen Satyry, albo Przestrogi do naprawy rządu i obyczajów w Polszcze należące (Satiren, oder Warnungen für die Reform der Regierungsform und Bräuchen in Polen) trug. Er veröffentlichte es 1650, zur Zeit des Chmelnyzkyj-Aufstands, der das Goldene Zeitalter Polen-Litauens beendete. Diese Satiren, geschrieben nach dem Vorbild der Satiren von Juvenal, sind sein wohl berühmtestes Werk. In ihnen prangerte er die Unterdrückung der Bauern (die die Leibeigenschaft förderte) und den Missbrauch der Goldenen Freiheit, der sich in der zunehmenden Anarchie des politischen Lebens Polen-Litauens ausdrückte an. Er schrieb ebenfalls über das Thema der Hexerei in einer seiner Satiren und gehörte damit zu den wenigen zeitgenössischen Personen, die deutlich einige der Motive hinter der Hexenverfolgung erkannten und diese ablehnten. Er schrieb ebenfalls Komödien und Tragödien für seine Schule, die jedoch nicht überliefert wurden. Seine Briefe an seinen Bruder Łukasz geben Aufschluss über sein Leben und wurden gesammelt in Listy Kszysztofa Opalińskiego do brata Łukasza 1641-1653 (erste Ausgabe 1957).

 

Quelle (Text): Wikipedia

Krzysztof Opaliński nach seinem Tod. Gemälde in der Kirche von Sieraków
Sarg von Opaliński
Porträt von Opaliński auf seinem Sarg

Quelle (Fotos): Wikipedia

Vereins-Logo:

Vereinsanschrift:

Schönberger Freundeskreis Sieraków e.V.
Pommernweg 37
D-22929 Schönberg
Telefon: 04534 8965 04534 8965
Mobiltelefon: 0172 1660114
Fax:
E-Mail-Adresse:

Aktuelles

SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg - Sommerturnier 2017

Aktuelle Pressemitteilungen

Protokkoll der Mitgliederversammlung 2017

Vereinsjournal

Die neue Ausgabe des Vereins-Journals ist erschienen.

Deutsch-Polnische Jugendfreizeit

Steffen Möller zu Gast auf dem Kornboden in Schönberg

Foto: wikiwand.com

Deutsch-Polnisches Schulbuch

Foto: Auswärtiges Amt

Der neue Flyer ist da ...

Weihnachtsmarkt 2016

Deutsch-polnische Kommunalpartnerschafts-konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin

Mein Polen - meine Polen. Zugänge & Sichtweisen

Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Klischees

Welche Klischees und Vorurteile hegen Polen und Deutsche? SZ-Korrespondent Thomas Urban hat einen Blick in die Medien gewagt.

Was wissen wir über das heutige Leben in Polen? Was bewegt Jan Kowalski, den polnischen Otto Normalverbraucher? Wie sieht die Medienlandschaft in Polen aus? Und welche Folgen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise für das Land? Welche Bedeutung kommt dem Jahr 89 für die Kultur in Polen zu? Fragen, auf die es hier Antworten gibt!

Andrzej Wajda ist tot

Andrzej Wajda - Quelle: Spiegel Online

Er gilt als einer der größten Regisseure in der Geschichte des polnischen Kinos, schon seine ersten Filme wurden als Meisterwerke gefeiert. Nun ist Regisseur Andrzeg Wajda im Alter von 90 Jahren gestorben.

Resolution des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen- Gesellschaft

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft haben die anwesenden Mitgliedsgesellschaften und Einzelmitglieder die Resolution "Gute Nachbarschaft für ein einiges und starkes Europa" verabschiedet.

>> mehr lesen

Fotos Jugendfreizeit

Gedenken an Opfer

Foto: Birgit Maurer

info-mappe 2015

Die aktuelle 'info-mappe 2015' ist erschienen.

>> mehr lesen

Akademie Sankelmark

Akademiezentrum Sankelmark

Deutsch-Polnische Begegnung in Zusammenarbeit mit der Akademie Sankelmark

>> mehr lesen

Fühl dich eingeladen

Das polnische Fremdenverkehrsamt hat ein neues Informationsvideo bei Youtube eingestellt.

>> mehr lesen

Olof-Palme-Friedenspreis

Nominierung für den Olof-Palme-Friedenspreis 2012

>> mehr lesen

Aktueller Presseartikel:

Hamburgs 1. Bürgermeister Olaf Scholz

Für ein friedliches Miteinander

25 Jahre Olof-Palme-Preis: Festredner ist Olaf Scholz

>> mehr lesen

Mitglied werden

Sie haben Interesse an einer Mitgliedschaft in unserem Förderverein? Dann nutzen Sie unser Kontaktformular für weitere Informationen oder laden Sie unsere Satzung/Eintrittserklärung 

herunter. Wir freuen uns auf Sie!

Unsere Arbeit wird ...

Besucher seit dem 11.01.2011:

Letzte Aktualisierung: 20.07.2017

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen

© Schönberger Freundeskreis Sieraków e.V. 2011 - 2017